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Klartext statt Sommerferien

Fünf junge Frauen tauschten ihre erste Ferienwoche gegen einen Workshop – und fanden dabei ihre eigene Stimme. Was sie am Ende auf die Bühne brachten, beeindruckte Jury und Coaches gleichermaßen.

Junge Stimmen, große Themen

Fünf Jugendliche tauschten Strand gegen Bühne – und gewannen dabei weit mehr als einen Wettbewerb.

Eine Woche Sommerferien. Fünf junge Frauen. Unzählige Gedanken, Diskussionen, Emotionen – und am Ende fünf Reden, die lange nachhallen werden.

Mit dem neuen Projekt „Klartext. Jugend redet frei!“ haben wir ein Format gestartet, das Mut macht: Mut, die eigene Meinung zu finden. Mut, sie auszusprechen. Und Mut, vor Publikum Haltung zu zeigen.

Den Auftakt machte Poetry-Slammer und Rhetoriktrainer Lars Ruppel, der vom ersten Moment an Begeisterung entfachte. Mit Kreativität, Humor und jeder Menge Wortspielereien zeigte er, wie viel Kraft in Sprache steckt. Schnell wurde klar: Hier geht es nicht darum, perfekt zu sein. Hier geht es darum, eine eigene Stimme zu entwickeln.

In den folgenden Tagen arbeiteten die Teilnehmerinnen Schritt für Schritt an ihren eigenen Reden. Sie entwickelten ihre Themen, schärften ihre Argumente und lernten, ihre Gedanken verständlich und überzeugend auf den Punkt zu bringen. Gemeinsam übten sie freies und sicheres Sprechen vor Publikum, trainierten Körpersprache, Stimme und Bühnenpräsenz und entwickelten Strategien gegen Lampenfieber. Durch konstruktives Feedback wuchs nicht nur jede einzelne Rede, sondern auch das Selbstvertrauen der jungen Frauen. Am Ende der Workshopwoche waren alle bereit für ihren großen Auftritt auf der Bühne.

Die Themen hätten aktueller kaum sein können:

  • Massentierhaltung,
  • geschlechterspezifische Medikamentenentwicklung,
  • Kernfusion als Energiequelle,
  • der Einfluss sozialer Medien auf politische Meinungsbildung,
  • Frauenbilder und Rollenklischees.

Am Freitag folgte der große Wettstreit. Jede Teilnehmerin präsentierte ihre fünfminütige Rede vor der Jury und den anderen Teilnehmerinnen . Unterstützt wurden sie dabei von ihren Coaches Katja und Jörg Wolter sowie Doreen und Martin Bräun. Auch Kühlungsborns Bürgermeisterin und 3-Möwen-Vorstandsmitglied Olivia Arndt war gekommen, um die jungen Rednerinnen zu erleben.

Zwischendurch sorgten Ani und Leo von ME & THE LION mit ihren Songs für Gänsehautmomente und eine ganz besondere Atmosphäre.

Die Jury hatte keine leichte Aufgabe. Eigentlich hätte jede der fünf jungen Frauen gewinnen können. Alle Reden wurden mit sehr guten Bewertungen ausgezeichnet. Am Ende fiel die Entscheidung auf Greta, die den Wettstreit für sich entschied.

Das Schönste aber passierte nach der Siegerehrung.

Alle fünf Teilnehmerinnen möchten auch bei frei&geist am 25. Juli dabei sein, Greta unterstützen und gemeinsam diesen besonderen Abend erleben. Von so einem Teamgeist kann sich manche deutsche Fußballmannschaft durchaus eine Scheibe abschneiden.

Mit einem letzten Song von Ani und Leo endete eine intensive Woche voller Gedanken, Begegnungen und neuer Erfahrungen.

Für mich persönlich bleibt vor allem eines: die Begegnung mit fünf engagierten, klugen und mutigen jungen Frauen, die bereit waren, ihre Ferien gegen einen Workshop einzutauschen, um ihre Stimme zu finden. Dafür möchte ich einfach Danke sagen.

Für Greta geht die Reise weiter

Der Wettbewerb war kein Ende, sondern der Anfang.

Greta wird am 25. Juli die Veranstaltung frei&geist in der Kunsthalle Kühlungsborn bereichern. Dort hält sie ihre Rede vor Publikum und diskutiert anschließend gemeinsam mit drei namhaften Schriftstellern unter der Moderation von PEN-Präsident Matthias Politycki.

Dass bei einer PEN-Veranstaltung bundesweit eine Jugendliche nicht nur auftritt, sondern als gleichberechtigte Diskussionspartnerin auf dem Podium sitzt, ist eine Besonderheit – und macht die Kühlungsborner Veranstaltung zu etwas ganz Besonderem.

Wir freuen uns darauf. Und wir sind sicher: Von diesen jungen Stimmen werden wir noch viel hören.

Beste Grüße euer Jörg Wolter

 

 

 

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